Maiskolben: die unterschätzte Gefahr für Hunde
Gefahr durch Maiskolben
Warum Hunde keine Maiskolben fressen sollten
Wenn die Maisernte in vollem Gange ist, und auf vielen Feldern Maiskolben herum liegen. Für Hunde wirken sie wie das perfekte Spielzeug: gut zu greifen, spannend zu tragen und scheinbar auch noch ein leckerer Happen.
Genau hier liegt jedoch die Gefahr. Was für den Hund harmlos aussieht, kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.
Warum Maiskolben für Hunde gefährlich sind
Besonders problematisch ist der innere Teil des Maiskolbens – der harte, gezackte Strunk. Dieser kann vom Hund nicht verdaut werden. Wird ein Stück davon verschluckt, besteht die große Gefahr, dass es sich im Darm festsetzt.
Die Folge kann ein Darmverschluss sein, der in der Regel nur operativ behandelt werden kann. Ohne rechtzeitige Operation besteht Lebensgefahr für das Tier. Dass viele Hunde scheinbar schon öfter Maiskolben gefressen haben, ohne dass etwas passiert ist, bedeutet daher vor allem eines: Glück. Und Glück ist keine verlässliche Vorsorge.
Deshalb mein klarer Appell: Achte unbedingt darauf, dass dein Hund weder auf dem Feld noch vom Grill Maiskolben oder Teile davon frisst.
Auch Maisblätter und Halme sind nicht ungefährlich
Nicht nur der Kolben selbst stellt ein Risiko dar. Auch die Blätter und Halme der Maispflanze können gefährlich werden. Sie sind oft scharfkantig und können beim Durchlaufen von Maisfeldern tiefe Schnittwunden verursachen. Diese Verletzungen sind schmerzhaft, entzünden sich leicht und bleiben manchmal zunächst unbemerkt.
Sind Maiskörner für Hunde gesund?
Maiskörner enthalten durchaus wertvolle Inhaltsstoffe. Dazu gehören Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Natrium, Vitamine sowie Spurenelemente wie Zink, Phosphor und Eisen.
Wichtig ist jedoch zu wissen: Diese Nährstoffe stecken in den Körnern, nicht im Kolben. Wenn ein Hund an einem Maiskolben knabbert, scheidet er die Körner meist unverdaut wieder aus. Einen ernährungsphysiologischen Nutzen hat er davon nicht.
Hinzu kommt, dass Maisfelder häufig mit Pestiziden behandelt werden, die über den Kolben oder die Pflanzenteile aufgenommen werden können und für Hunde keineswegs unproblematisch sind.
Mais und Verträglichkeit
Mais enthält zudem einen hohen Anteil an Kohlenhydraten und Zucker. Bei häufiger oder größerer Fütterung kann sich das negativ auf das Gewicht auswirken. Außerdem reagieren viele Hunde empfindlich oder sogar allergisch auf Mais.
Wenn keine Allergien vorliegen, kann Mais in sehr kleinen Mengen gelegentlich gefüttert werden – am besten aus Bio-Dosenmais. Dabei gilt: Maiskörner sollten niemals im Ganzen gegeben werden, da Hunde die harte Schale nicht aufspalten können. Für eine bessere Verdaulichkeit sollten die Körner immer fein püriert und nur sparsam eingesetzt werden.
Mein Fazit aus der Praxis
In der Gesamtbetrachtung überwiegen für mich ganz klar die Nachteile. Aus diesem Grund füttere ich seit vielen Jahren bewusst keinen Mais mehr.
Und übrigens: Auch Katzen gehören nicht an den Maisnapf.
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